In ihrem Gedicht „Kein Gewinner“ spricht Regina Bäcker über die Krieger, die für … ja, für was eigentlich, in den Krieg ziehen. Glorreiche Helden? Lest selber.


 

»Kein Gewinner«

 

Es ist ein kalter Tag,
ein prächtiger Sonnenaufgang,
strahlend in all seinen Farben.

Nun marschieren sie,
brav gelernt im gleichen Takt.
Im Glauben, dass sie das Richtige tun.

Jene, die sie nicht kennen,
deren Verantwortung in ihren Händen liegt,
entscheiden: Nun ist Krieg.
Ihre klopfenden Herzen zerbrechen,
werden wie Stein, so hart.

Denn nun sollen sie zu Monstern werden,
um zu zerstören,
säen tiefen Hass,
in ihre eigene und der Anderen Seelen.

Vergessen die Achtung vor dem Leben,
vergessen die Liebe, wie es ihnen einst gelehrt.
Statt ein Krieger des Lichtes zu werden,
um zu erhalten und zu beschützen,
die wärmenden strahlenden Funken weiterzugeben,
sollen sie um ihr Leben rennen, andere Kulturen verbrennen.

Zum guten Schluss
können sie nicht vor dem Spiegel stehen,
sind irgendwo in einem Graben, ohne sich selber zu ehren.
Die Schuldgefühle ein Leben lang tief plagen.

 

Titelbild (Ausschnitt) von Stijn Swinnen auf Unsplash 


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