»Olympische und Paralympische Spiele – Eine Chance für mehr Barrierefreiheit« — Marco Lemke (Alexianer START Standort Köln-Mülheim) plädiert in seinem Beitrag für die Möglichkeit einer Stadt oder Region, für die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele barrierefreier gemacht zu werden.
Das Thema ist aktuell, denn zurzeit läuft die Bewerbungskampagne um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 in der Region Rhein-Ruhr. Bis zum 19. April 2026 können auch wir als Bürger und Bürgerinnen über Olympia in NRW: Ja oder Nein? abstimmen.
Titelbild: Paralympics 2024 – Paris kämpft um Barrierefreiheit | Quelle: AP | www.zdfheute.de
Olympische und Paralympische Spiele – Eine Chance für mehr Barrierefreiheit
Viele Menschen sprechen über die Olympischen Spiele. Sie sprechen über Sport, Medaillen und große Stadien.
Für viele Menschen mit Behinderungen ist außerdem etwas anderes wichtig: Was bleibt für den Alltag?
Olympische und Paralympische Spiele können eine große Chance sein. Sie können helfen, eine Stadt barrierefreier zu machen.
Denn für solche großen Veranstaltungen wird oft viel gebaut und erneuert: Bahnhöfe, Busse und Bahnen, Wege, Gebäude und digitale Angebote.
Und Veränderungen, die sonst sehr lange dauern, können schneller umgesetzt werden.
Die Paralympischen Spiele zeigen klar:
Barrierefreiheit ist kein Zusatz!
Barrierefreiheit ist notwendig!
Barrierefreie Sportstätten, Straßen und Verkehrsmittel helfen vielen Menschen: Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen, Familien mit Kindern und vielen anderen.
Wichtig ist dabei:
Menschen mit Behinderungen müssen von Anfang an beteiligt werden.
Sie wissen am besten, wo es Barrieren gibt!
Das nennt man: „Nichts über uns ohne uns“.
Anm. d. Red.:
„Nichts über uns ohne uns“ ist ein zentraler Slogan der internationalen Behindertenrechtsbewegung, der echte Partizipation und Selbstbestimmung fordert. Er besagt, dass Entscheidungen, die Menschen mit Behinderungen betreffen, nur mit ihnen und nicht über ihre Köpfe hinweg getroffen werden dürfen. Der Grundsatz ist Kern der UN-Behindertenrechtskonvention.
Andere Städte haben gezeigt, dass es funktionieren kann.
Wenn Barrierefreiheit früh geplant wird, bleibt sie auch nach den Spielen erhalten.
Deshalb ist klar: Wenn eine Stadt Olympische und Paralympische Spiele plant, muss Barrierefreiheit immer mitgedacht werden.
Barrierefreiheit nützt allen!
Nicht nur für ein Sportereignis – sondern für das tägliche Leben.

Ein Beitrag von Marco Lemke
Weiterführende Links:
• Abstimmung über Olympia-Bewerbung in NRW startet | Sport | WDR
• Olympia in NRW: Was dafür spricht und was dagegen | Nachrichten | WDR
• Olympia und Paralympics KölnRheinRuhr – Antworten auf häufige Fragen | Stadt Köln
• Olympia und Paralympics KölnRheinRuhr | Stadt Köln
• Unsere Städte. Unsere Spiele. Olympia & Paralympics Rhein-Ruhr
• Nach den Paralympics: Viel Nachholbedarf im deutschen Para-Sport
• Kölner Wettkampfstätten für Olympische und Paralympische Spiele | Stadt Köln
• Studie zu den Paralympics und Inklusion | Aktion Mensch
• Die UN-Behindertenrechtskonvention | Aktion Mensch
• Raul Krauthausen: „Inklusion ist nicht Bullerbü“ | DW Nachrichten | YouTube
• Titelbild (Ausschnitt): Paralympics 2024 – Paris kämpft um Barrierefreiheit | Quelle: AP | www.zdfheute.de
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