»In Wüsten heiliger Nacht« – lest hier ein Gedicht von Werner Otto von Boehlen-Schneider (AlexOffice). In seinen eigenen Worten nähert sich Werner mit seinem Gedicht „dem Unsagbaren des Geheimnisses in der Ambiguität (Mehrdeutigkeit) neosymbolistisch-klassizistischer Dichtung“. Bereits vor zwei Jahren widmete Werner das Gedicht P. Anselm Grün und fügt seine Korrespondenz mit ihm seinem Beitrag hinzu.


 

In Wüsten heiliger Nacht

Für P. Anselm Grün*

Verschattetes zu licht’nem Wahren führend
Erkenntliches in Ahnendem zu schau’n
Als Deutner selbst der Zeig zum And’ren werdend
Sind, durch Beschwernis, wir, im Tief’ren spürend
Und sondernd uns’re Wacht vom lastend Lauen
Berufend Hörende: Umwolk’nes lehrt
Geworf’ne Dunkel lächelnd zu entrücken
Als Sinn beschenk’ne Weisung, dass Du sei’st.

 

Werner Otto von Boehlen-Schneider
Werner Otto von Boehlen-Schneider

*Werners Schriftverkehr mit P. Anselm vor zwei Jahren:
„Sehr geehrter, lieber P. Anselm Grün,  
ich habe vorgestern Ihr Interview um 20.04 Uhr auf WDR 5 gehört und kam noch einmal ins Nachdenken über das unaussagbare Geheimnis, dem wir uns auch und vielleicht gerade im Schweigen nähern können. Gott ist immer größer als unsere Gedanken über Ihn. 
In diesem Sinn habe ich als Schriftsteller ein kleines Gedicht geschrieben, welches ich Ihnen gern widmen möchte. 
Mit freundlichen Grüßen und adventlichen Wünschen, Christus natus est nobis
Werner Otto von Boehlen-Schneider“

„Lieber Herr von Boehlen-Schneider!
Herzlichen Dank für Ihre Mail und für das schöne Gedicht. Es freut mich, dass Sie sich von meinen Gedanken anregen lassen, so ein Gedicht mit seinen tiefen Gedanken zu schreiben.
Ihnen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest. 
Herzlichen Gruß
P. Anselm
Abtei Münsterschwarzach“

Titelbild von jplenio auf Pixabay   


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