Der Titel dieses Beitrags »Konzentration und Gedächtnis spielend verbessern…? Das geht!« sagt bereits, worum es hier geht: einen Aufruf zum konzentrationsfördernden Spielen, beispielsweise durch das Spielen von Skat. – Udo Prinz aus dem AlexOffice schildert seine eigenen positiven Erfahrungen damit, durch die er in seinem Leben mittlerweile besser klar kommt. 

Habt ihr »Interesse an einem reizenden Spiel?« – In diesem Xblog-Artikel erfahrt ihr durch Udos anschauliche Spielanleitung für Skat, wie es geht.


 

Konzentration und Gedächtnis spielend verbessern…? Das geht!

Es gab in meinem Leben eine Zeit, in der ich Schwierigkeiten hatte, mir Personen mit ihrem Namen zu merken. Diese Zeit möchte ich nicht mehr erleben, auch wenn eventuell die Gefahr besteht, dass mich dies in hohem Alter – sollte ich mal dorthin gelangen – einholt.

Deswegen habe ich mir vorgenommen, etwas für mich zu tun. Ich wollte Freude am Leben haben, mehr Verantwortung für mich und andere übernehmen und viele positive Sachen in der Gegenwart aktiv (mit-)gestalten können. Was kam raus? Ich spielte. Nun ja, nicht irgendetwas, sondern spezielle Spiele, die eben meine Konzentration förderten, mein Gedächtnis steigerten und mir Möglichkeiten gaben, dass ich mich in meiner Umgebung besser zurechtfinden konnte.

SchachcomputerMit Schach – meine Eltern hatten mir einen Schachcomputer geschenkt – fing ich an. Schnell merkte ich, dass mir Schach nicht so sehr lag, so dass ich mich weiter umsehen musste. Gesellschafts- oder Kartenspiele kamen noch infrage: Vielleicht ein wenig Malefiz oder Mensch-ärgere-dich-nicht? Ja, das war besser, aber die Ziele waren dort aufgrund des Glückscharakters der Würfelergebnisse begrenzt.

So kam ich über Mau-Mau und Solitär auf das Spiel, welches sogar beim UNESCO-Welterbe als schützenswert verzeichnet ist: Skat.

Schon in der Schule – es war wohl ab der fünften oder sechsten Klasse – spielten einige wenige Mitschüler immer wieder in den Pausen dieses Kartenspiel, von dem ich so wenig verstand. Das sollte sich ändern. Im Freundeskreis (damals war ich immerhin über 30 Jahre alt) konnten wir mal Doppelkopf oder Mau-Mau, oder eben auch Skat miteinander spielen. Es gab einen Treffpunkt im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ), welches einige von euch hier oder da kennen dürften, wo des Öfteren einige Mitspieler zusammenkamen. So bildete sich schnell eine stets beliebte Runde.

Skatspiel, RückseiteWir waren drei, manchmal vier, selten auch schon mal sechs oder sieben Leute, die Skat oder Doppelkopf spielten. Beides Kartenspiele, die von den Regeln und der Spielweise her gar nicht so weit auseinander­liegen. So hatte ich eine Anlaufstelle gefunden, bei der wir uns zusammengefunden und Spaß miteinander hatten, und ich musste mich darauf konzentrieren, welche Karten ich auf der Hand hatte, welche ich wann am besten ausspielte, und wie ich sinnvollerweise an möglichst viele Punkte kam.

Denn eines stand fest: Wir spielten niemals um Geld! Abgesehen davon, dass wir das dort gar nicht durften, wollte ich das auch nicht. Es war schließlich eine stets nette Runde, in der wir notfalls auch mal streiten konnten, ohne dass wir für immer auseinandergingen. Allein deswegen hielt ich nichts davon Geld abzugeben oder einzunehmen. Denn auch sonst tat ich das nicht, um oder mit Geld zu spielen.

Skatspiel, VorderseiteIch lernte, wie das Spiel grundsätzlich funktionierte. Bei dem Spiel gibt es 32 Karten, die ich mir aber nicht alle gleich im Gedächtnis halten musste; es genügte, wenn ich wusste, wann ich meine eigenen Karten wie am besten ausspielte. Zu diesem Zeitpunkt waren mir einige meiner Mitspieler etwas voraus, dennoch holte auch ich mir hin und wieder mal den Sieg. Das motivierte mich dranzubleiben.

Weiter begriff ich, dass es besser wäre, auch mitten im Spiel mir schon mal meine erreichten Punkte zusammenzuzählen. Oder vielleicht merkte ich mir einfach die vier wichtigsten Karten, nämlich ob jemand diese noch auf der Hand hielt oder ob sie schon ausgespielt wurden. Beim nächsten Mal würde ich mir einfach ein paar Karten mehr merken…

Das klappte sogar! Ich hatte Erfolgserlebnisse.

Nicht nur im Spiel, sondern auch im echten Leben gelang es mir, mich besser zurechtzufinden, Namen den entsprechenden Gesichtern zuzuordnen und mir vor allem Zahlen zu merken. Ich vergaß nicht mehr Telefonnummern, PINs oder Geheimzahlen; ich konnte behalten, welche Hauptstädte zu welchen Ländern gehörten, ja ich wurde richtig gut in der Kassenführung und später sogar in der Buchhaltung.

Inzwischen (ich bin nun 52 Jahre alt) spiele ich Skat leidenschaftlich gegen Semi-Profis wie auch Voll-Professionelle.

Und: Was ich kann, das kannst du auch! Daher stelle ich dir gerne alles zur Verfügung, damit auch du im Spiel wie auch im realen Leben besser klar kommst und du Fähigkeiten entwickelst, die bislang in dir schlummerten und nun entdeckt werden wollen.

Daumen Top!Gefällt dir dieser Beitrag wenigstens ein bisschen? Gibt es etwas, was du hier vermisst? Möchtest du den nächsten Blogbeitrag, der dir weiterhilft, noch kennen lernen? Dann schreib einen Kommentar. Ich freue mich darauf!

Ein Artikel von Udo Prinz

 

Skat-Kartenspiel

Link zum Xblog-Artikel

Habt ihr »Interesse an einem reizenden Spiel?«
Mit dieser anschaulichen Spielanleitung für Skat von Udo Prinz könnt ihr es lernen.

 

 

Titelbild von Gerd Altmann auf Pixabay 


Auch du kannst deinen Text, deine Erfahrung, dein Gedicht oder auch deinen Podcast bei uns einreichen. Unter Kontakt findest du unsere Ansprechpartner. Schick uns dein Werk und wir veröffentlichen es.